Nebenverdienste – Schals mit Autonummern

Das Stricken wurde früher zwar von irgendwelchen Schäfern erfunden, ist aber heute
weitgehend eine Domäne des weiblichen Geschlechts. Nicht nur ein hübsches Hobby, sondern
ein gutes Geschäft können Sie mit Ihren Strickkünsten aufziehen, wenn Sie es einer
Vertretergattin nachmachen, die ihrem Gatten einen Schal strickte auf dem man seine
Autonummer lesen konnte.

Zuerst kamen die Kollegen und Nachbarn, später Kunden, die den Mann mit dem amtlichen
Kfz-Zeichen um den Hals nach dem Woher dieses schönen Stückes fragten. Und auf einmal
gab es einige, die sich einen ähnlichen Schal wünschten.

Daraufhin kaufte sich die strickgewandte Dame eine Strickmaschine und produzierte lustig
drauflos. Resultat: Immer mehr Menschen – nun auch schon Fremde, die die Schals auf der
Strasse oder auf ’ner Party promenieren sahen – wollten so einen Nummern-Schal. Mit
anderen Worten: die Masche florierte und inzwischen hat die kluge Frau 10
Heimstrickerinnen angestellt, die nach ihren Vorgaben die Schals stricken.

Allerdings ist es bei dieser Idee mit der „schnellen Mark“ so eine Sache, denn die Muster
müssen jeweils individuell angelegt werden (jede Kfz-Nummer ist ja anders), doch
schliesslich brachte es die Routine mit sich, dass der Verdienst stimmte.

Natürlich können Sie statt Autonummern auch die Vornamen Ihrer Kunden und Kundinnen
einstricken oder vielleicht noch besser – vorher genau ausgetüftelte – Firmenlogos und
Firmenzeichen. So macht sich für eine Autofirma sehr gut, wenn sie den guten Kunden als
Werbegeschenk einen Schal mit eingearbeitetem Mercedesstern oder einer BMW-Raute
überreichen kann.

Büchereien und Bibliotheken in unseren Landen sind voll von guter Literatur, in der sich
Muster und Design finden lassen. Abgesehen davon ist es natürlich auch nicht unbedingt
erforderlich, dass man die Autonnummern in Schals strickt, manch einer liebt zum Winter die
Pudelmütze oder gestrickte Handschuhe, in denen sich die personenbezogenen Ziffern
einfügen lassen.

So verdiente bei einer Messe in Berlin ein cleverer Geschäftsmann soviel er wollte mit
Mützen, die das Messeemblem auswiesen. Tausende zogen mit den Kopfbedeckungen durch
die Stadt und jeder machte auf seine Weise Werbung für diese hübsche Idee.

Viel Erfolg

Daniel

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