Nebenverdienste – Pfefferminzgeschäfte

Wenn es für Naturmittel Aktien gäbe, wären die Papiere für Pfefferminze und Hibiskus in den
letzten Jahren um 400% gestiegen. Immer häufiger verlangen Kunden und Patienten nach
Medikamenten, die aus natürlichen Stoffen hergestellt werden.

Die Folge: Das Preisgefüge für Arznei- und Aromapflanzen ist stark in Bewegung geraten.
Den rasantesten Anstieg erlebten Pfefferminze und Hibiskus, für die man heute viermal so
viel bezahlen muss wie noch vor ein paar Jahren.

Naturfreunde mit wachen Augen können sich durch den Anbau solcher begehrten Kräuter und
Pflanzen beste Verdienstchancen sichern. In Amerika hat sich eine Hausfrau ein richtiges
Pfefferminzunternehmen aufgebaut. Sie mixte nach einem alten Geheimrezept Pfefferminze,
Zucker und einige andere Zutaten zusammen, machte daraus einen Extrakt und fertigte
schliesslich ein Spezial-Pfefferminzöl, das sich für die Herstellung besonderer Backwaren
eignet.

Das gleiche Präparat bringt aber auch Linderung bei Atembeschwerden,
Schleimhautentzündungen und Bronchialerkrankungen. Heute vertreibt sie ihre Produkte per
Versand über das ganze Land hinweg mit bestem Erfolg.

Einen tollen Pfefferminzlikör kann man sich selbst bereiten wenn folgendes Rezept
angewendet wird: Himbeergeist, Wermut, Rosenwasser und das im Drogenhandel erhältliche
Pfefferminzöl werden als Zutaten beschafft und je nach Geschmack mit oder ohne
Zuckerzusatz zusammengemischt. Danach 10 bis 14 Tage stehenlassen, bevor die erste Probe
genommen wird.

Wem die Anschaffung des Pfefferminzöls zu teuer ist, der mag sich den Extrakt selbst
herstellen. In einen Liter Speiseöl gibt man einige Hände voll Pfefferminzblätter und lässt das
Gemisch etwa 14 Tage an der Sonne stehen. Danach nochmal Pfefferminze hineingeben und
abermals 10 Tage stehenlassen. Dann alles durch ein sauberes Leinentuch giessen und setzen
lassen. Fertig.

Wer den Pfefferminzlikör besonders „prozentreich“ mag, kann die Mischung auch in
60%igem Weingeist ansetzen und anschliessend je nach Bedarf und Geschmack entsprechend
verdünnen. Hier muss man selbst etwas experimentieren, um den gewünschten Effekt zu
erzielen. Verkaufen lässt sich das Produkt über jeden Lebensmittelladen.

Viel Erfolg

Daniel

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