Mobil surfen auf Reisen: EU-weit günstiger

Wer heute ein Smartphone besitzt, ist praktisch rund um die Uhr online. Mobiles Internet ist aus dem Alltag vieler Menschen kaum noch wegzudenken. Günstige Smartphone Tarife mit Internet-Flatrates sorgen dafür, dass der Zugang zum Netz hierzulande für die Meisten erschwinglich ist. Doch sobald man ins Ausland reist, kann sich dies dank Roaming-Gebühren schlagartig ändern.

Was ist Roaming?
Unter Roaming versteht man den Zugriff auf das Mobilfunknetz eines Drittanbieters. Wer im Ausland sein Smartphone zum Surfen und Telefonieren nutzt, kennt Roaming – und die Gebühren, die dafür anfallen. Das Grundproblem: Wenn man mit einem deutschen Tarif zum Beispiel aus Spanien ein Foto hochladen möchte, muss man dazu das spanische und das deutsche Mobilfunknetz verwenden. Als Benutzer merkt man davon nichts, doch im Hintergrund sind zwei Netzbetreiber an der Vermittlung beteiligt. Die Roaming-Gebühr erhebt in diesem Fall der spanische Anbieter für die ihm entstehenden Kosten.
Neuerungen bei Roaming in der EU

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Die EU-weite Senkung der Roaming-Gebühren ist ein seit einer 2007 geltenden EU-Verordnung fortlaufender Prozess. Preise für Textnachrichten und Telefonate wurden bereits schrittweise deutlich verringert. Das mobile Internet wurde erstmals 2012 in diese Regelung mit aufgenommen, so dass auch EU-weites Surfen immer günstiger wird. Die EU-Kommission möchte die Roaming-Gebühren auf lange Sicht sogar komplett abschaffen. Bisher jedoch bleiben die Gebühren bestehen. Und weil die Nutzung des mobilen Internets im Ausland normalerweise pro verbrauchtem Megabyte berechnet wird, bieten inzwischen viele deutsche Provider vergleichsweise günstige Tages- oder Wochen-Pakete für das Surfen in EU-Ländern an. Bucht man ein solches Paket, bezahlt man statt Roaming-Gebühren einen Pauschalpreis und erhält dafür für einen festgelegten Zeitraum ein gewisses Datenvolumen oder eine Daten-Flatrate.

Fazit

Wenn Sie auch im EU-Ausland das mobile Internet auf Ihrem Smartphone intensiv nutzen möchten, dann sollten Sie bei Ihrem Provider nach einem entsprechenden Tages- oder Wochen-Angebot fragen. Denn auch wenn die Roaming-Gebühren weiterhin sinken, kommen bei ausgiebiger Nutzung schnell unbemerkt einige Gigabyte zusammen und treiben Ihre nächste Telefonrechnung unnötig in die Höhe. Wenn Sie hingegen nur gelegentlich mit dem Smartphone online gehen, dann können Sie dies dank der günstigeren Roaming-Gebühren ohne schlechtes Gewissen tun. Doch Vorsicht: Für Länder außerhalb der EU gelten bisweilen weiterhin höhere Preise.

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